Kennen Sie J. Allen St.John? (1872-1957)

Frank Frazetta hatte ein Vorbild: J. Allen St.John

Drüben in seinem Blog hat Christoph Roos wieder einen interessanten Künstler ausgegraben.
J. Allen St. John war der Leib- und Magen-Illustrator von Edgar Rice Burroughs (Tarzan, John Carter) und das Vorbild von Frank Frazetta.

Cave Girl
Cave Girl

Ein Bildband mit seinen Arbeiten erschien 2009 bei Vanguard Productions und wird heute über Amazon angeboten (hier und hier), falls es überhaupt lieferbar ist.
Parka hat in seinem Blog eine kurze Buchvorstellung veröffentlicht.

J. Allen St. John in der englischen Wikipedia.

Eintrag im Wiki von Pulpartists.com.

Ein sehr ausführlicher Artikel in der Official Edgar Rice Burroughs Tribute Site über J. Allen St.John.

Titelbilder gemalt von J. Allen St.John
Titelbilder gemalt von J. Allen St.John

 

Kennen Sie David Grove? (1940-2012)

David Grove pictured Clint Eastwood as the lone gunslinger
David Grove pictured Clint Eastwood as the lone gunslinger. Copyright by David Grove!

David Grove war ein US-amerikanischer Illustrator. Seine angerissenen Figuren, die Bildkomposition, vor allem die eigene Art mit Licht zu spielen, haben mich immer beindruckt! Und er war kein Fantasy-Maler wie der grobe Frank Fazetta. Leider habe ich nur wenige Informationen über David Grove gefunden.

Copyright by David Grove!
Copyright by David Grove!

Einen lesenswerten Nachruf über David Grove findet man in Greg Newbolds Blog Life needs Art. Auch der San Francisco Chronicle hat einen Nachruf veröffentlicht. Auf Muddy Colors beschreibt Gregory Manchess auf sehr persönliche Weise seinen Mentor David Grove.

 

Kennen Sie Virgil Finlay? (1914-1971)

Wieder hat mich ein Blogpost von Christoph Roos mich auf einen wahren Meister der Illustration aufmerksam gemacht.

Der U.S.-Amerikaner Virgil Warden Finlay war ein echter Könner! Seine zum Teil surrealen Zeichnungen in Schwarz-Weiß finden sich hauptsächlich in Science-Fiction- und Fantasy-Magazinen der 1930er bis 1960er Jahre. Sein Stil entspricht dem Geschmack seiner Zeit, wirkt heute aber kühl und eingefroren. Dabei bestehen seine Zeichnungen fast nur aus Punkten und Linien. Trotzdem strahlen sie eine Intensität aus, der ich mich nur schwer entziehen kann.

6080114549_7017559662_o

Den Eintrag über Virgil Finlay in der deutschen Wikipedia kann man vergessen. Deshalb, mal wieder, der Hinweis auf die englischsprachige Ausgabe. Allerdings ist der Text von Jim Vadeboncoeur ausfürlicher! Aber schließlich betreibt er auch eine Website, die sich der Biografien von Illustratoren widmet.

fullmoon

1956 erschien das von Virgil Finlay illustrierte Buch „The Complete Book of Space Travel“. Diese Arbeiten gehen schon in Richung Space Art.

6080114983_cef617cdc4_o

1963 sollte er J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ illustieren. Zu diesem Zweck fertigte er eine Zeichnung an, die Tolkien vorgelegt wurde. Sehr interessant finde ich Tolkiens Meinung! Hier der Link zum Artikel in der ardapedia.

6087204366_d056b6cc42_o

Auch auf Tumbr gibt es eine Fan-Seite, aber in der „Internet Speculative Fiction Database“ findet man eine umfangreiche Liste seiner Veröffentlichungen.

Virgil Finlay starb 1971 an Krebs.

 

Kennen Sie… Eyke Volkmer

Titelbild von Eyke Volmer
Titelbild von Eyke Volmer

„So sieht es im Weltraum aber nicht aus“
Eyke Volkmer hat bis 1972 die Titelbilder für die Reihen Goldmanns Zukunftsromane und Goldmanns Weltraum Taschenbücher gemalt. „So sieht es im Weltraum aber nicht aus“ ist ein Kommentar des bekannte Verlegers Wilhelm Goldmann zu den Titelbildern des Illustrators Eyke Volkmer. Wenn es um meine Space Art Bilder geht, bekomme ich das oft zu hören. Fernsehserien und Spielfilme wie etwa Star Trek und Star Wars verwöhnen den Betrachter. Und wir Illustratoren und Grafiker, die wir den Weltraum auf eine andere Weise zeigen, haben es schwer gegen den Mainstream anzukämpfen.

John Wyndham: Kolonie im Meer
John Wyndham: Kolonie im Meer, Titelbild von Eyke Volkmer

Dem freischaffenden Bühnenbildner, Kurator und Künstler Tommi Brem ist es zu verdanken, das man Eyke Volkmers Werkschau online ansehen und einen Katalog bei Blurb bestellt werden kann. Und die komplette Ausstellung kann man sogar ausleihen!

 

UPDATE 22.08.2015:
Auf Houdini Nation, einem älteren Projekt von Tommi Brem, findet sich ein Interview mit Eyke Volkmer aus dem Jahre 2007. Zitat:

„Volkmer explains the decision of Wilhelm Goldmann to have the covers designed in this particular fashion, he explains how book covers were done in that time and he tells us a little about how the publisher Wilhelm Goldmann was a person.“

Das Interview kann man in Englisch und in Deutsch herunterladen und liegt als siebenseitiges, nur 800 Kbyte kleines Pdf vor.